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Bereits zehn Bibliotheken ausgezeichnet: Ein Zwischenstand zum Open Library Badge 2025

Gestern hat der Open Library Badge 2025 einen Meilenstein erreicht: Mit Bibliothek des Karlsruher Instituts für Technologie konnten wir die zehnte Bibliothek mit unserem Zertifikat für Offenheit auszeichnen. Wir ziehen heute ein Zwischenfazit und rufen zu weiteren Bewerbungen auf.

Fleißige Expert*innen: Unsere Jury

Die Bewerbungen auf den Open Library Badge (OLB) 2025 werden von einer eigens eingesetzten Jury begutachtet. Ein Mitglied der AG Open Library Badge begleitet und koordiniert jeden Begutachtungsprozess als Patin bzw. Pate. Diese neue Arbeitsweise hat sich gut eingespielt: Bereits 27 Jury-Mitglieder haben sich bei mindestens einer Bewerbung engagiert, viele bei deutlich mehr Bewerbungen. Für die große bisher geleistete Arbeit sind wir unserer Jury außerordentlich dankbar.

Etablierte und Neulinge – die Badge-Trägerinnen

Den ersten OLB 2025 durfte sich im März 2026 die UB Erlangen-Nürnberg ans Revers heften. Ihr folgten weitere Bibliotheken, die dem Badge schon länger die Treue halten und ihn sich bereits zum zweiten oder dritten Mal verdienten, zum Beispiel die Universitätsbibliotheken in Chemnitz, Kassel und Hamburg (TU und SUB).

Die erste Trägerin des OLB 2025 in der Schweiz wurde im August die Hochschulbibliothek der ETH Zürich. Auch wenn wir stets betonen, dass der Open Library Badge kein Ranking ist, hat uns doch schwer beeindruckt, dass die ETH-Bibliothek 25 von 28 Kriterien erfüllen konnte – nötig für eine Badge-Vergabe wären 12 gewesen. In dieser Liga spielt bisher nur die TIB mit, die sogar 26 Kriterien erreicht hat. Respekt!

Besonders freuen wir uns über Bibliotheken, die sich auf die älteren OLB-Versionen nicht beworben hatten und nun erstmals mit an Bord sind. Das sind unter den aktuellen Badge-Trägerinnen die UB Frankfurt a. M. und die UB Gießen.

Zwei Mal ist es bisher leider vorgekommen, dass Bibliotheken nicht die nötige Anzahl von Kriterien für eine Badge-Vergabe erreicht haben. Wir ermutigen in solchen Fällen immer zur Nachbesserung: Manchmal ist es nur ein kleiner Schritt, mehr Offenheit umzusetzen oder das bestehende Engagement auch öffentlich sichtbar zu machen.

ÖBs, OPLs, Österreich: Wir vermissen euch!

Die ersten zehn Badge-Trägerinnen sind große wissenschaftliche Bibliotheken. Folgende Bibliothekstypen fehlen noch in der Runde der Geehrten:

  • Der Open Library Badge 2025 richtet sich dezidiert auch an Öffentliche Bibliotheken. Die Vorgängerversion konnten immerhin zwei ÖBs für sich beanspruchen: die Stadtbibliotheken in Erlangen und Neuss. Wir wünschen uns, dass es diesmal mehr werden! Für ÖBs gilt die niedrigere Schwelle von nur zehn Kriterien, die für eine Badge-Vergabe nötig sind.
  • Bei den früheren Badge-Editionen waren mehrere kleinere Bibliotheken dabei, etwa von außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Sogar eine One Person Library einer privaten Hochschule hat den OLB 2020 erreicht. Auch für solche Bibliotheken gilt beim OLB 2025 die niedrigere Schwelle von zehn Kriterien.
  • Den OLB 2020 konnten wir auch nach Österreich vergeben (TU Wien Bibliothek). Zum OLB 2025 liegen uns bisher noch keine Bewerbungen unser südöstlichen Nachbar*innen vor. Kolleg*innen in Österreich, worauf wartet ihr?

Offenheit betrifft alle Bibliotheken und umfasst ein weites Spektrum von Partizipation und Barrierearmut bis hin zu Open Access und Open Data. Der Open Library Badge ist eine Auszeichnung für alle Bibliotheken, die sich dafür einsetzen. Wir freuen uns auf weitere Bewerbungen!

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